Waterkampioen watersport magazine

Verkauf durch einen Yachtmakler.

Frau Vierkant bietet ihren Almtrawler bei einem Yachtmakler zum Verkauf an. Der Makler teilt ihr mit, dass es Interesse gibt. Der Kaufinteressent besichtigt das Boot selbst und macht eine Probefahrt.

Im Namen des Kaufinteressenten wird Frau Vierkant gefragt, ob das Heck- und das Bugstrahlruder in Ordnung sind. Der Makler teilt Frau Square mit, dass der Kaufinteressent den Vertrag unterschreiben wird, wenn sie den Reparaturen sofort zustimmt, und der Verkauf abgeschlossen ist. Frau Vierkant möchte Zeit zum Nachdenken haben, aber der Makler besteht darauf, dass sie eine Verpflichtung eingeht.

Gesagt, getan: Frau Vierkant öffnet eine Flasche Champagner auf den erfolgreichen Verkauf. Einige Zeit später hat der Käufer immer noch nicht unterschrieben. Frau Square möchte einen unterzeichneten Kaufvertrag sehen. Der Makler setzt den Kaufvertrag auf und unterzeichnet ihn, ohne Frau Square über seinen Inhalt zu informieren. Im Vertrag heißt es, dass das Boot „in dem sichtbaren Zustand angenommen wird, in dem es sich zum Zeitpunkt der vom Käufer durchgeführten Inspektion, Probefahrt und Besichtigung befand“. Die Lieferung umfasste die „Reparatur von Bug- und Heckstrahlruder“. Kurze Zeit später nahm Vierkant Kontakt mit dem Makler auf. Er berichtete, dass der Kaufinteressent nach dem Vertragsabschluss nichts mehr gehört habe und auch das Bug- und Heckstrahlruder nicht habe überprüfen lassen. Frau Square wird jetzt nervös. Mehr als drei Wochen nach Abschluss des Vertrags erhält sie nach wiederholter Aufforderung den unterzeichneten Kaufvertrag.

Zu Vierkants großer Überraschung hat sie unter ‚Reparaturen am Bug- und Heckstrahlruder‘ mit Bleistift ’nach Zustimmung des Käufers‘ geschrieben. Dies ist eine Passage, die für sie völlig neu ist. Der Kaufinteressent hat sich offenbar gegen den Kauf entschieden. Square schickt ihm einen Mahnbescheid. In der darauffolgenden Woche ruft sie den Makler mehrmals an und bittet um das Kündigungsschreiben des Käufers. Nach einer Woche erhält Vierkant schließlich dieses Schreiben, das „zufälligerweise“ auf denselben Tag datiert ist wie die Inverzugsetzung des Käufers durch Vierkant. In der Kündigung wurde auf versteckte Mängel hingewiesen, aber nicht darauf, dass das Bug- und Heckstrahlruder nicht richtig funktionierte.

Vierkant kann diesen Zustand nicht akzeptieren und besucht Herrn Hommersom. Er schreibt an den Käufer, der ihm antwortet, dass die mit Kugelschreiber geschriebenen Worte eine auflösende Bedingung sind und dass der Kunde daher vom Vertrag zurücktreten kann. Während des Gerichtsverfahrens zur Rückforderung der Geldbuße stellt sich plötzlich heraus, dass es nach dem ersten Probelauf einen zweiten Probelauf gab. Frau Square weiß nichts davon! Zu ihrer Überraschung legt der Käufer eine Erklärung des Maklers vor, in der er sich auf die Seite des Käufers stellt. Der Makler hatte den fraglichen Zusatz ohne Rücksprache mit Frau Vierkant vermittelt. Diese Vereinbarung, die der Makler mit dem Käufer ohne das Wissen von Vierkant getroffen hat, ist äußerst merkwürdig. Herr Hommersom argumentiert, dass die frühere Unterzeichnung des Vertrags durch den Käufer daher wertlos ist. Schließlich kann der Käufer jederzeit vom Vertrag zurücktreten, denn es liegt an ihm, ob er mit den Schrauben zufrieden ist. Square hat ein Gutachten erstellen lassen, aus dem hervorgeht, dass die Schrauben mehr als ausreichend funktionieren.

Bei der Anhörung vor Gericht stellt sich heraus, dass der Makler noch weitere Vereinbarungen außerhalb von Vierkant getroffen hat. Obwohl der Richter die Vereinbarungen, wie sie vom Käufer erklärt wurden, für fragwürdig hält, kommt er zu dem Schluss, dass der Makler als Vertreter gehandelt hat und dass alles, was er dem Käufer versprochen hat, auf Rechnung und Risiko von Vierkant geht. Andererseits kam der Richter zu dem Schluss, dass der Vertrag unterzeichnet worden war und dass die wichtigste Regel lautet, dass ein Vertrag erfüllt werden muss. Die Parteien schlossen daraufhin einen Vergleich.

Tipp: Behalten Sie immer die Kontrolle und lassen Sie den Immobilienmakler niemals einen Vertrag mit einer anderen Partei abschließen, ohne den Vertragsentwurf gelesen zu haben. Prüfen Sie auch immer, ob außervertragliche Vereinbarungen getroffen wurden. Arbeiten Sie nur mit einem Immobilienmakler zusammen, der ein Konto eines Dritten verwendet.

Weitere Informationen oder ältere Artikel zum Herunterladen: https://www.anwb.nl/kampioen/algemeen/digitaal-archief

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Frits Hommersom met groene bril

"Sie haben das Recht auf einen Anwalt, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen!

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