Waterkampioen watersport magazine

Die fehlerhafte Reparatur.

Rob de Vries ist der Eigentümer der 12-Meter-Sturdy, die 1987 mit einem Perkins-Dieselmotor gebaut wurde. Die Kajütjacht muss einer Generalüberholung unterzogen werden, und es sind eine Reihe von Reparaturen und Arbeiten erforderlich. De Vries wandte sich an eine Jachtwerft in Zeeland, die auf die Wartung und Reparatur von Perkins-Motoren spezialisiert ist. Neben einer Motorüberholung verlangte De Vries einen Antifouling-Anstrich für den Unterwasserteil des Bootes, die Abdichtung der Nähte an Deck, den Einbau eines Aufbaus, den Einbau eines Bugstrahlruders und eine Überholung oder Neuinstallation der elektrischen Anlage. Nach der Reparatur, unmittelbar nach dem Auslaufen, klappert die Rückfahrkupplung heftig und Rob de Vries traut sich nicht weiter als bis Port Zélande zu fahren. Er traute der Situation nicht und lud einen Experten des ANWB ein. Die Schlussfolgerungen der Experten sind schockierend: Der Rückwärtsgang wurde nicht geölt und das Öl wurde nie gewechselt. Außerdem war das Antifouling unsachgemäß aufgetragen worden, und auch die Wandler waren gestrichen worden. Die Schallwandler wurden dann mit einem Stück Schleifpapier gereinigt und funktionieren nicht mehr. Auch das Deck wurde von der Werft sehr schlecht behandelt, an manchen Stellen wurde nur ein Anstrich aufgetragen. Infolgedessen ist Wasser zwischen die Nähte eingedrungen und hat das Deck und die Decke erreicht. Die beantragte Klappe ist nicht ordnungsgemäß angebracht. Die üblichen Schrauben sind viel zu klein, so dass Wasser eingedrungen ist und auch zwischen Deck und Decke gelangt ist. Außerdem befindet sich das Bugstrahlruder an der falschen Stelle, und schließlich scheint die elektrische Installation unzureichend zu sein.

Die von der Werft vorgelegte Rechnung ist nicht billig. Rob de Vries antwortete der Werft, er werde die Rechnung nicht bezahlen, habe das Vertrauen verloren und werde alle Reparaturarbeiten von einem Dritten durchführen lassen. Die Arbeit wurde nicht nur nicht ordnungsgemäß ausgeführt, sondern es wurden auch zu viele Stunden berechnet. Außerdem habe er einen Schaden erlitten, weil er einen Teil der Arbeiten nun selbst ausführen müsse, so De Vries. Seine Gegenforderung ist fast so hoch wie die Rechnung der Werft.

Auf diese Weise kommt De Vries zu Herrn Hommersom. Er erläutert noch einmal die Einwände von De Vries gegen die Rechnung und die von der Werft ausgeführten Arbeiten. Die Zeit wird knapp, denn er will das Schiff verkaufen. Ein Schiff mit so vielen Mängeln ist natürlich nur einen Bruchteil eines Schiffes in gutem Zustand wert, aber wenn De Vries die Reparaturen durchführen lassen würde, hätte er keinen Beweis mehr.

Da sich die Parteien nicht einig sind, wird ein Sachverständiger ernannt, der für beide Parteien akzeptabel ist und ein verbindliches Gutachten erstellt. Doch plötzlich beschlagnahmte die Werft das Schiff, und noch bevor der Sachverständige seinen Bericht erstellen konnte, wurde De Vries vorgeladen. Im Gerichtsverfahren stellt sich dann aber heraus, dass die Werft tatsächlich eine Vielzahl von Fehlern gemacht hat und fast die Hälfte von der Rechnung abgezogen werden muss.

Das Gericht kommt im Juli 20167 zu dem Schluss, dass die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die Werft in vollem Umfang an das Ergebnis der verbindlichen Stellungnahme gebunden ist. Tatsächlich erklärte die Werft nach Erhalt des Berichts, dass sie (noch) nicht an den Bericht gebunden sei. Das bedeutet, dass die Werft mangelhafte Arbeit abgeliefert hat, die Rechnung halbiert werden kann und die Kosten für die Beschlagnahme und die Vorladung auf dem Konto der Werft verbleiben.

Tipp: Wenn Sie sich mit einer Werkstatt über die Qualität der ausgeführten Arbeiten streiten, sollten Sie einen (möglichst von beiden Parteien benannten) Sachverständigen mit der Bewertung der ausgeführten Arbeiten beauftragen. So verhindern Sie, dass Sie später nicht beweisen können, dass die Werkstatt die Arbeit nicht korrekt ausgeführt hat. Denken Sie daran, dass Sie, sofern es keine zwingenden Argumente gibt, der Werkstatt immer die Möglichkeit geben sollten, ihre Fehler zu beheben, bevor Sie dies anderen überlassen. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass Sie die Kosten selbst tragen müssen.

Weitere Informationen oder ältere Artikel zum Herunterladen: https://www.anwb.nl/kampioen/algemeen/digitaal-archief

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