Waterkampioen watersport magazine

Mieten Sie ein Boot.

Die Sonne scheint, Sie mieten mit Ihren Freunden eine schöne Schaluppe und stechen in See. „Oh, Ihre Haftpflichtversicherung wird das abdecken! ….“ Das stimmt nicht.

Der Begriff der Haftung hat etwas mit Verschulden zu tun. Das Verschulden muss nicht vorsätzlich sein. Grundsätzlich haftet eine Person, wenn sie bei einer schadensverursachenden Handlung ein „schuldhaftes Verschulden“ trifft. Das Gesetz beschreibt dies folgendermaßen: „Wer einem anderen eine ihm zurechenbare unerlaubte Handlung begeht, ist verpflichtet, den Schaden zu ersetzen, den der andere dadurch erleidet. (Art. 6:162 BW)

Fast jeder Niederländer hat eine so genannte Haftpflichtversicherung (AVP) – fälschlicherweise als Haftpflichtversicherung bezeichnet. Die AVP ist eine Versicherung, die Sie gegen das Haftpflichtrisiko schützt und in der Regel alle Schäden, die anderen zugefügt werden, ausgleicht. Vorsätzlich verursachte Schäden sind ausgeschlossen. Sie haben diese Versicherung für alle „Haus-, Garten- und Küchenangelegenheiten“ abgeschlossen. Einen Blumentopf umstoßen, ein Glas Rotwein über das Sofa des Nachbarn kippen, usw. Aber wie verhält es sich mit Schäden auf dem Wasser, wenn Sie ein Boot gemietet haben? Ihre AVP deckt die Haftpflicht auf dem Wasser, wenn der Schaden durch Kanus, Ruderboote oder Segel- und Surfbretter verursacht wird. Eine begrenzte Deckung (nur Personenschäden) besteht auch für Schäden, die durch Segelboote mit einer Segelfläche von höchstens 16 Quadratmetern oder Motorboote mit weniger als 4 PS verursacht werden. Für alle anderen Wasserfahrzeuge benötigen Sie eine sogenannte „echte“ WA-Versicherung, im Volksmund auch Sportbootversicherung genannt. Diese Versicherung deckt insbesondere die gesetzliche Haftpflicht ab, die Sie anderen mit Ihrem Boot zufügen. Ein Schaden kann sehr hoch sein. Was ist, wenn Sie den Schaden nicht mit Ihrem eigenen Boot, sondern mit der erwähnten gemieteten Motorschaluppe verursachen?

Die AVP schließt die Schadensdeckung aus, wenn es sich um eine Vermietung handelt. Was bedeutet das konkret: Sie sind nicht versichert für Schäden, die Sie am gemieteten Boot verursachen. Außerdem sind Sie nicht versichert, wenn Sie mit einem Schiff, für das ein Segelschein erforderlich ist, einen Schaden verursachen. Kurz gesagt, der Schaden, den Sie in einem solchen Fall einem anderen zufügen, geht auf Ihre eigene Rechnung. Die Versicherungsbedingungen der beiden großen Branchenverbände (HISWA und NJI) enthalten vergleichbare Bestimmungen zur Haftung des Vermieters. Kurz gesagt laufen diese darauf hinaus, dass der Mieter gegenüber dem Vermieter für alle Schäden haftet, die durch die Nutzung des Schiffes verursacht werden oder entstehen. Der Leasingnehmer haftet auch für Schäden am Schiff selbst. Diese Bedingungen enthalten jedoch die zusätzliche Klausel, dass die Haftung auf den Umfang beschränkt ist, der durch die vom Vermieter abgeschlossene Versicherung gedeckt ist.

Was bedeutet das konkret?
Wenn Sie es mit einem seriösen Vermieter zu tun haben, wird dieser seine Boote ordnungsgemäß versichert haben. Dies ist die Haftpflichtversicherung, die Sie als Eigner eines Sportbootes abschließen. Heißt das, dass Sie tun können, was Sie wollen, ohne irgendein Risiko einzugehen? Sicherlich nicht! Die Kollisionshaftung beruht auf dem so genannten „Verschulden des Schiffes“. Der Fahrer ist also nicht mehr haftbar, sondern der Schiffseigner/Betreiber des Schiffes. Das bedeutet, dass sich der Geschädigte im Falle eines Kollisionsschadens an den Vermieter wenden muss. Der Vermieter ist versichert und sein Versicherer wird die Zahlung vornehmen. Fall abgeschlossen, könnte man sagen, oder doch nicht? Nicht ganz, denn die Selbstbeteiligung des Vermieters wird an Sie weitergegeben, und Sie sind nicht dagegen versichert. Wichtiger ist jedoch das Risiko, das Sie eingehen, wenn Sie auf einen Vermieter treffen, der diese besonderen Bedingungen nicht anwendet und in den Bedingungen keine Haftungsbeschränkung für den Mieter vorsieht. Oder wenn der Vermieter für solche Schäden gar nicht versichert ist. Im ersten Fall ist es möglich, dass der Versicherer des Vermieters, nachdem er den Geschädigten bezahlt hat, bei Ihnen als Mieter Regress nimmt. Wenn der Vermieter nicht versichert ist, wird er in erster Instanz haftbar gemacht. Wenn jedoch im Mietvertrag keine spezifischen Vereinbarungen getroffen wurden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie für die entstandenen Schäden haftbar gemacht werden.

Tipp: Was können wir aus dieser Geschichte lernen? Vergewissern Sie sich immer, dass der Vermieter eine wasserdichte Versicherungspolice abgeschlossen hat und dass die Geschäftsbedingungen eine Haftungsbeschränkung enthalten. Damit benachteiligen Sie den Vermieter und laufen Gefahr, dass seine Versicherung nicht zahlt, so dass der Vermieter bei Ihnen anklopfen wird.

Weitere Informationen oder ältere Artikel zum Herunterladen: https://www.anwb.nl/kampioen/algemeen/digitaal-archief

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