Waterkampioen watersport magazine

Lassen Sie sich nicht täuschen!

Drei Monate nach dem Kauf stellt sich heraus, dass das Boot Ihrer Träume fast durchgerostet ist, wenn es aus dem Wasser kommt. Das kann während der Zeit, in der Sie das Boot besaßen, nicht passiert sein. Welche Rechte haben Sie?

Da ist es: das Boot Ihrer Träume, und das zu einem sehr günstigen Preis. Wo kann ich unterschreiben? Leider ist das nur allzu oft der Fall. Die Emotion siegt über die Vernunft, mit all ihren Konsequenzen. Sie führen ein gutes Gespräch mit dem Verkäufer, der nichts Negatives über das Schiff erzählt, und zahlen in gutem Glauben den Kaufpreis, doch später stellt sich heraus, dass das Schiff schwerwiegende Mängel aufweist. Das Gesetz besagt, dass beim Kauf eines Schiffes das gekaufte Schiff dem Vertrag entsprechen muss und die Eigenschaften aufweisen muss, die eine normale Nutzung ermöglichen. Was, wenn das nicht der Fall ist?
Sowohl Käufer als auch Verkäufer haben Verpflichtungen, wenn sie einen Vertrag abschließen. Der Verkäufer hat eine Informationspflicht und der Käufer eine Nachforschungspflicht. Welches wiegt am meisten? Es ist wichtig, dass die Nachforschungspflicht des Käufers durch die vom Verkäufer zur Verfügung gestellten Informationen begrenzt wird und auf deren Richtigkeit sich der Käufer verlassen kann. Auch wenn der Verkäufer bestimmte Informationen hätte geben müssen, kann er sich im Nachhinein nicht darauf berufen, dass der Käufer die Angelegenheit nicht ausreichend geprüft hat. Kurzum: Je ausführlicher Sie als Käufer den Verkäufer über den Zustand des Schiffes befragen, je ausführlicher Sie ihn darüber informieren, was Sie von dem Schiff erwarten und welche Argumente für den Kauf sprechen, desto weniger kann der Verkäufer Ihnen im Nachhinein vorwerfen, Sie hätten nicht ausreichend recherchiert.

Leider kommt es allzu oft vor, dass der Verkäufer behauptet, er habe von einem möglichen Mangel nichts gewusst, einem so genannten „versteckten Mangel“. Natürlich können Sie vor Gericht gehen und ein teures Verfahren einleiten, aber es ist viel klüger, dieses Risiko zu vermeiden. Auch wenn es noch so offensichtlich erscheint: Lassen Sie das Boot inspizieren. Das kostet ein paar hundert Euro, aber das wiegt nicht den Schaden und das Elend auf, das entstehen kann, wenn sich das Schiff in einem Zustand wie dem von Frau van Vuuren befindet. Der genietete Rumpf ihres gekauften Kûtsje erwies sich als so durchgerostet, dass die gesamte Oberfläche fast doppelt überzogen werden musste. Eine sehr teure Operation. Hätte sie das Schiff doch nur an einem Hang liegen lassen, um eine Ebenheitsmessung durchzuführen. Eine teure Lektion. Natürlich können bei älteren Schiffen alle möglichen Defekte auftreten, die von einem Laien nicht festgestellt werden können. Achten Sie auch auf die Verträge, die ein Schiffsmakler üblicherweise verwendet! Häufig werden Sie einen Kaufvertrag unterschreiben, der eine Klausel enthält, die besagt, dass der Vertrag auf der Grundlage der Ergebnisse eines späteren Sachverständigengutachtens rückgängig gemacht werden kann. Sie können nur dann vom Vertrag zurücktreten, wenn der Sachverständige feststellt, dass „erhebliche Mängel“ vorliegen, die eine Nachbesserung bis zu einem bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises erfordern. Unterschreiben Sie es nicht! Es ist viel besser, mit einem Verkäufer zu verhandeln, wenn Sie das Boot vorher besichtigt haben. Manchmal wird sogar vereinbart, dass die Haftung für versteckte Mängel ausgeschlossen ist. Das kommt natürlich nicht in Frage. Denken Sie daran, dass der Makler für den Verkäufer handelt und nicht in seinem eigenen Namen und auf eigene Verantwortung. Dies kann dazu führen, dass ein Immobilienmakler Aussagen über den Chip macht und der Verkäufer nichts davon weiß. Der Verkäufer kann nicht haftbar gemacht werden, da er die Erklärung nicht abgegeben hat und der Makler sagt: „Sie sollten sich nicht an mich wenden, ich handle nur im Namen des Verkäufers“.

Kurz gesagt: Sie sitzen in der Zwickmühle. Eine vorherige Besichtigung schafft Klarheit und ermöglicht es Ihnen, eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen. Wenn Sie später einen Mangel entdecken, informieren Sie den Verkäufer so schnell wie möglich. Das Gesetz schreibt vor, dass Sie innerhalb einer „angemessenen Frist“ eine Beschwerde einreichen müssen. In der Praxis sind das zwei bis drei Monate, nachdem Sie den Mangel entdeckt haben. Wenn Sie zu lange warten, kann sich das negativ auswirken.

Weitere Informationen oder ältere Artikel zum Herunterladen: https://www.anwb.nl/kampioen/algemeen/digitaal-archief

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