Waterkampioen watersport magazine

Konkurs Ihrer Werft.

Stellen Sie sich vor: Sie haben jahrelang gespart, um Ihre Traumjacht bauen zu lassen, Sie haben sich an eine (scheinbar) seriöse Werft gewandt, aber Tausende von Euro später stellt sich heraus, dass die Werft bankrott ist.

Die Folge des Konkurses ist, dass alle Gegenstände, die sich im Besitz des Bootsbauers befinden (einschließlich des Lagerbestands in der Werft, z. B. die im Bau befindlichen Schiffe), in den Konkurs fallen und vom Treuhänder zur Befriedigung der Konkursgläubiger verwendet werden können. In der Praxis sind Sie als Kunde ein so genannter „ungesicherter Gläubiger“, was in der Regel bedeutet, dass Sie sich in der Warteschlange hinten anstellen müssen. Die „bevorrechtigten“ Gläubiger, wie die Steuerbehörden und die Berufsgenossenschaft, stehen in 99 von 100 Fällen an erster Stelle. Und dann verlieren Sie Ihr Geld.

Eine zusätzliche Gefahr des Konkurses besteht darin, dass der Geschäftsbestand des in Konkurs gegangenen Unternehmers, einschließlich im Bau befindlicher Schiffe, in den Konkurs fällt. Wenn Sie nicht nachweisen können, dass ein Schiffskörper Ihr Eigentum ist, fällt er in den Konkurs und Sie stehen mit leeren Händen da. Wie können Sie den Schaden so weit wie möglich begrenzen?

Bankgarantie
Eine erste Möglichkeit, sich gegen den finanziellen Schaden im Falle eines Konkurses des Bauunternehmers abzusichern, besteht darin, den Bauunternehmer um eine Bankbürgschaft zu bitten. Dieser wird auf der Grundlage des Bauzeitplans und der Abschlagszahlungen ausgezahlt. Eine Bankbürgschaft bedeutet, dass die Bank für den Betrag bürgt, den Sie mit dem Bauträger vereinbart haben. Wenn der Bauträger in Konkurs geht, können Sie die Bankgarantie in Anspruch nehmen und den Restbetrag zurückerhalten. Die Sache hat nur einen Haken: Wenn der Erbauer in Konkurs geht und Sie nicht beweisen können, dass der schöne Rumpf in Ihrem Schuppen Ihnen gehört, erleiden Sie trotzdem einen erheblichen Verlust. Denn die Bankbürgschaft gilt nur für den Restbetrag und nicht für den Betrag, der bereits für den Bau des Schiffskörpers ausgegeben wurde.

Grundbuchamt
Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu schaffen, empfehle ich daher, in Verbindung mit der Beantragung einer Bankbürgschaft, den zu bauenden Schiffskörper so schnell wie möglich im Grundbuch eintragen zu lassen. Seit 1883 führt das Katasteramt auch ein Schiffsregister. Dies ermöglicht es dem Eigentümer, eine Hypothek auf das Schiff aufzunehmen. Ein vielleicht noch wichtigerer Aspekt ist, dass mit der Eintragung des Schiffes (oder des Schiffskörpers) in das Kataster die Eigentumsverhältnisse an dem Schiff oder dem Schiffskörper eindeutig geklärt sind. Im Falle eines möglichen Konkurses des Erbauers fällt der Rumpf also nicht in den Konkurs und das Traumschiff – in halbfertigem Zustand – kann vom Eigentümer in Anspruch genommen werden.

Die Registrierung ist möglich, sobald der Kiel gelegt ist. Das Schiff wird „gebrannt“, mit einer eindeutigen Zahlen- und Buchstabenkombination versehen und anschließend in das Schiffsregister eingetragen. Alles, was später an den Rumpf angebaut wird, ist von Rechts wegen Teil des Rumpfes, und Sie werden automatisch dessen Eigentümer. Deshalb sollten Sie so wenig Teile des Schiffes wie möglich im Voraus beim Erbauer separat bestellen lassen, denn im Falle eines Konkurses ist es schwieriger zu beweisen, was Ihnen gehört. Lose Teile sind noch nicht Teil des „verbrannten“ Rumpfes.

Weitere Informationen oder ältere Artikel zum Herunterladen: https://www.anwb.nl/kampioen/algemeen/digitaal-archief

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"Sie haben das Recht auf einen Anwalt, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen!

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