Waterkampioen watersport magazine

Innenverkleidung.

Ein Kostenvoranschlag ist eine Sache, der Betrag auf der Rechnung eine ganz andere, wie Jan Zwart feststellen musste, nachdem er seine Vorpiek neu gepolstert hatte.

Jan Zwart war der Meinung, dass das Innere seines Bootes langsam etwas unansehnlich wurde, und suchte eine Yachtschreinerei auf, um einen Kostenvoranschlag für die Überdachung des Vorpieks zu erhalten. Die Firma schickte Zwart einen Kostenvoranschlag und bat ihn, diesen unterschrieben zurückzusenden. Die Yachtfirma sollte das Vorschiff in Teakholz verkleiden: Wände, Schränke, ein Bett mit Luken und Türen, eine Decke und massive Leisten.

In den ersten zwei Wochen wurde nichts unternommen. Nach einigen Wochen (vereinbart waren zehn Arbeitstage) wurde das Schiff schließlich ausgeliefert. Jan Zwart war wirklich schockiert, als er die Rechnung erhielt: über 10.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer). Dies entsprach nicht dem, was er auf der Grundlage des Kostenvoranschlags erwartet hatte, und er weigerte sich, die Rechnung zu bezahlen. Nach einigem Hin- und Herschreiben beauftragte die Werft einen Anwalt. Zwart hat einen Termin mit mir vereinbart. Als die Vereinbarungen getroffen wurden, habe die Werft gesagt, dass die Arbeiten in etwa zehn Arbeitstagen abgeschlossen werden könnten, und die Lohnkosten seien auf etwa 4.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) geschätzt worden. „Es könnte auch billiger werden“, sagt der Werftbesitzer. Die Materialkosten hatte er auf 500-700 € geschätzt. Herr Zwart rechnete also mit Kosten von etwa 5.000 € zuzüglich Mehrwertsteuer.

Ich habe den Stift in die Hand genommen, um mehr zu erfahren. Nach Angaben des Anwalts der Werft hatte Zwart zusätzliche Arbeiten in Auftrag gegeben, die über das Budget hinausgingen, und die Werft bestritt auch, dass sie gesagt habe, die Arbeiten würden für 5.000 Euro ausgeführt. Zwart stimmte den Bemerkungen zu den zusätzlichen Arbeiten zu, war jedoch der Ansicht, dass diese nicht mehr als 1.000 € zusätzlich hätten betragen dürfen, so dass sich der Gesamtbetrag auf etwa 6.000 € (zuzüglich Mehrwertsteuer) belaufen dürfte. Dann legte die Werft den Vertrag vor: Er enthielt kein Budget und somit auch keinen Betrag von 5.000 €, sondern nur eine Auflistung der Arbeiten und die Ankündigung, dass ein Stundensatz von 37,50 € berechnet und die Arbeiten unter Anleitung ausgeführt würden (siehe Kasten). Einerseits gab Herr Zwart an, dass zwischen den Parteien ein Betrag von 5.000 € vereinbart worden sei, und andererseits gab es die Vereinbarung, dass die Arbeiten auf der Basis von Zeit und Material“ zu einem Stundensatz ausgeführt werden sollten. Ich vermutete, dass es für Zwart schwierig sein würde, diese Vereinbarung zu beweisen. Ich fragte nach den Stundenangaben, aus denen hervorging, dass die Werft sehr viele Stunden investiert hatte. Doch ein Gerichtsverfahren wäre für Zwart sehr teuer.

Das Gericht würde kein Urteil ohne ein Sachverständigengutachten fällen wollen. Daher schlug ich der Werft vor, einen Sachverständigen als verbindlichen Berater zu benennen, der die Positionen beider Parteien bewertet. Der Sachverständige untersuchte den Fall und kam zu dem Schluss, dass die Werft tatsächlich zu viele Stunden berechnet hatte. Die Rechnung wurde als unangemessen erachtet und musste um 25 % gekürzt werden. Die Kosten des Berichts wurden geteilt. Auf diese Weise konnte eine fundierte Stellungnahme abgegeben werden, ohne dass Jan Zwart mit enormen Kosten und langwierigen Gerichtsverfahren konfrontiert wurde. Angesichts der relativ geringen Bedeutung war dies eine Lösung, mit der er leben konnte.

Tipp: Achten Sie beim Abschluss einer Vereinbarung darauf, dass ein schriftliches Budget mit einer klaren Beschreibung erstellt wird. Vereinbaren Sie, dass zusätzliche Arbeiten erst von Ihnen schriftlich genehmigt werden müssen, und halten Sie die finanziellen Folgen fest.

Regie: Dieser Begriff bedeutet, dass der Auftragnehmer die Freiheit hat, die Art und Weise der Ausführung der Arbeiten, insbesondere hinsichtlich des Zeitaufwands, zu bestimmen, und dass daher in der Regel keine Vereinbarung über die maximale Stundenzahl gilt. Andererseits wird ein fester Vertragspreis für die Arbeiten vereinbart, der nur für Mehr- oder Minderleistungen zu zahlen ist. Durch eine solche endgültige Vereinbarung hat der Kunde einen viel besseren Überblick über das Budget und die Kosten, so dass Enttäuschungen im Nachhinein vermieden werden können.

Weitere Informationen oder ältere Artikel zum Herunterladen: https://www.anwb.nl/kampioen/algemeen/digitaal-archief

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