Waterkampioen watersport magazine

Der bankrotte Makler.

Arnout Verstrate begann seine Zusammenarbeit mit dem Yachtmakler Olaf Wegener im Oktober 2004. Er sollte beim Verkauf der Motoryacht Kent von Verstrate vermitteln. Acht Monate später, Anfang Juni 2005, fragte Wegener Arnout Verstrate, ob er den Maklervertrag nicht in einen Kaufvertrag umwandeln wolle, mit anderen Worten: Makler Wegener wollte die Yacht von Verstrate kaufen. Verstrate stimmte zu. Der Vertrag sah vor, dass der Kaufpreis innerhalb von zwei Monaten an Arnout Verstrate gezahlt werden sollte, und die beiden vereinbarten außerdem, dass das Boot erst dann in das Eigentum des Maklers übergehen sollte, wenn das Geld (104.000 €) auf dem Konto von Verstrate eingegangen war.

Herr Hommersom: „Im August wandte sich Arnout Verstrate an Olaf Wegener, um sich nach dem Verbleib seines Geldes zu erkundigen, aber Wegener antwortete, dass er nicht in der Lage sei zu zahlen. Die Bank hatte das Geld in der Tat beschlagnahmt. Verstrate schöpfte erst Verdacht, als er erfuhr, dass der Makler das Boot entgegen der Vereinbarung in der Zwischenzeit weiterverkauft hatte. Die Käufer hatten zwar den Kaufpreis bezahlt, aber die Bank des Maklers weigerte sich, das Geld an Verstrate zu überweisen, weil auch sie eine Forderung gegen Wegener hatte. Arnout Verstrate stand also mit leeren Händen da: Boot weg, Geld weg.

Ich ging der Sache nach und kontaktierte die Käufer des Bootes. Sie erzählten mir, dass sie sich im Verkaufshafen in die Kent verliebt hatten. Nach einigen Verhandlungen hatten sie das Boot von Olaf Wegener gekauft. Nach Angaben der Käufer hatten sie sogar ausdrücklich gefragt, ob das Geld an Arnout Verstrate gegangen sei, was der Makler bestätigt hatte. Es stellte sich heraus, dass Olaf Wegener durch wirtschaftliche Abenteuer im Ausland so in Schwierigkeiten geraten war, dass er begann, ein Loch mit einem anderen zu stopfen. Das ging natürlich schief, und Arnout Verstrate war eines der Opfer.

Ich habe mir Wegener so schnell wie möglich geschnappt und ihn herbeigerufen. Aber es wurde schnell klar, dass man eine Glatze nicht zupfen kann. Obwohl Verstrate also im Recht war, konnte er vorerst auf sein Geld pfeifen. Eine genauere Rekonstruktion zeigt, dass Olaf Wegener wahrscheinlich konkrete Aussichten auf einen Verkauf des Schiffes hatte, als er Arnout Verstrate vorschlug, es zu kaufen. Wahrscheinlich hatte er die Absicht, es zu verkaufen, um seine Verpflichtungen gegenüber Verstrate zu erfüllen, was kläglich scheiterte.

Wie ist der aktuelle Stand der Dinge? Ich habe untersucht, ob die Käufer in gutem Glauben gehandelt haben. Von jedem Käufer kann erwartet werden, dass er sich im Voraus darüber informiert, wem das Schiff gehört. Die Käufer hatten auch nicht in Frage gestellt, dass Wegener bei der ersten Besichtigung als Makler und bei der zweiten Besichtigung und beim Abschluss des Kaufvertrags als Eigentümer auftrat. Zur Feststellung des Sachverhalts wird eine so genannte vorläufige Zeugenvernehmung stattfinden müssen.

Obwohl es jetzt ein Urteil gegen Olaf Wegener gibt, hilft das Arnout Verstrate nicht. Außerdem muss er sich die Kosten mit anderen Pfändungsgläubigern teilen und könnte nur 6.000 € seiner Forderung von ca. 120.000 € (den Verkaufspreis von 104.000 € plus zusätzliche Kosten) zurückerhalten. Ich habe mich auch an den Versicherer von Arnout Verstrate gewandt. Die Versicherungsbedingungen sehen eine Deckung für Schäden aufgrund von Unterschlagung vor. Dies ist nun die Strecke, auf die Arnout Verstrate seine Hoffnungen gesetzt hat. Der Versicherer ist immer noch abweisend, aber Verstrate will das nicht auf sich beruhen lassen. Fortsetzung folgt!

Tipp: Treffen Sie bei einer Mediation immer klare Vereinbarungen. Vergewissern Sie sich, dass der Vertrag eindeutig festlegt, dass Sie als Eigentümer das Boot verkaufen, und lassen Sie vor allem nicht zu, dass der Makler den Vertrag als Vermittler in Ihrem Namen abschließt. Auf diese Weise behalten Sie die Kontrolle über die Transaktion bis zur letzten Unterschrift. Achten Sie auch darauf, dass der Vermittler ein so genanntes Drittkonto verwendet, damit es nicht zu den oben beschriebenen Überraschungen kommt.

Weitere Informationen oder ältere Artikel zum Herunterladen: https://www.anwb.nl/kampioen/algemeen/digitaal-archief

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Frits Hommersom met groene bril

"Sie haben das Recht auf einen Anwalt, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen!

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