Regeln für die Anmietung eines Bootes.

Wissen Sie, was zu tun ist, wenn Sie mit einem gemieteten oder Ihrem eigenen Boot einen Schaden verursachen? In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die rechtlichen und versicherungstechnischen Aspekte, die mit dem Bootfahren verbunden sind. Außerdem erfahren Sie mehr über die Regeln für die Vermietung eines Bootes (mit und ohne Bootsführerschein), wir gehen näher auf das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter ein und informieren Sie über Haftung und Selbstbeteiligung.

Anmietung im Ausland.
Für das Protokoll: Dieser Artikel befasst sich mit der Vermietung eines Sportbootes in den Niederlanden. Wenn Sie im Ausland ein Boot mieten, mit dem Sie selbständig segeln, kann die Situation ganz anders sein, z. B. weil Ihre Versicherungspolice geografische Einschränkungen hat oder weil die Dinge gesetzlich anders geregelt sind.

Vermietung eines Bootes mit oder ohne Führerschein.
Es mag selbstverständlich erscheinen, aber für bestimmte Arten von (Miet-)Booten benötigen Sie einen Führerschein. Ein Führerschein ist Pflicht, wenn ein Boot schneller als 20 km/h fährt oder länger als 15 m ist. Wenn Sie mit einem solchen Boot ohne Führerschein einen Schaden verursachen, sind Sie nicht versichert und müssen für den Schaden aufkommen. Möchten Sie wissen, ob Sie einen Bootsführerschein benötigen? Weiter zu Wann brauche ich einen Bootsführerschein?

Anmietung eines Bootes unter 18 Jahren
Auch wenn Sie unter 18 Jahre alt sind, können Sie (in Ausnahmefällen!) ein Sportboot mieten. Das Gesetz besagt sogar, dass man ab einem Alter von 12 Jahren ein Boot selbstständig und ohne Aufsicht führen darf, sofern man keinen Bootsführerschein benötigt (siehe auch Kinder am Steuer).

Kollision.
Ein Unfall kann jederzeit passieren, selbst bei einem erfahrenen Skipper. Im Falle eines Zusammenstoßes stellt sich immer die Frage: Wer ist schuld? Ohne Verschulden können Sie im Kollisionsrecht nicht haftbar gemacht werden. Für ein Verschulden ist es nicht erforderlich, dass ein Vorsatz vorliegt.

Entschädigung von Schäden.
Ausgangspunkt ist, dass jemand haftet, wenn er „schuldhaft eine Handlung vornimmt, die einen Schaden verursacht“. Im Gesetz heißt es dazu: „Wer einem anderen eine ihm zurechenbare unerlaubte Handlung vornimmt, ist verpflichtet, den Schaden zu ersetzen, den der andere dadurch erleidet.

WA versus AVP-Versicherung.
Fast jeder Niederländer hat eine Haftpflichtversicherung (AVP), die auch (fälschlicherweise) als Haftpflichtversicherung bezeichnet wird (die für Kraftfahrzeuge gilt). Die AVP ist die Versicherung, die Sie vor den finanziellen Folgen der Haftpflicht schützt und die in der Regel alle Schäden, die anderen zugefügt werden, ausgleicht. Vorsätzlich verursachte Schäden sind ausgeschlossen. Sie haben diese Versicherung für alle Angelegenheiten „rund ums Haus“ abgeschlossen. Zum Beispiel, wenn man einen Blumentopf umstößt oder ein Glas Rotwein über das Sofa des Nachbarn schüttet.

Haftung nach Art der Sportboote.
Im Prinzip deckt Ihr AVP (prüfen Sie das vor Ihrer Abreise) die Haftpflicht auf dem Wasser ab, wenn Schäden durch Kanus, Ruderboote, Segel- und Surfbretter verursacht werden. Für Schäden, die durch Segelboote mit einer maximalen Segelfläche von 16 Quadratmetern oder Motorboote mit weniger als 4 PS verursacht werden, besteht eine begrenzte Deckung (nur Personenschäden).

Versicherung für Sportboote.
Für alle anderen Wasserfahrzeuge als Segelboote mit einer Segelfläche von bis zu 16 Quadratmetern oder Motorboote mit weniger als 4 PS benötigen Sie eine „echte“ Haftpflichtversicherung, im Volksmund Sportbootversicherung genannt. Diese Versicherung deckt insbesondere die gesetzliche Haftpflicht ab, die Sie anderen mit Ihrem Boot zufügen. Ein Schaden kann sehr hoch sein. Sie können auch die Schäden an Ihrem eigenen Boot (Casco) versichern.

Schäden an einem gemieteten Sportboot.
Aber wie funktioniert es, wenn man mit einem gemieteten Boot einen Schaden verursacht? Diese Haftung besteht in zweierlei Hinsicht: gegenüber dem Vermieter im Rahmen des Mietvertrags und gegenüber demjenigen, dem ein Schaden zugefügt wird.

Beziehung zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber.
Die wichtigste Regel ist, dass ein AVP einen Ausschluss für die Deckung von Schäden bei Anmietung enthält. Konkret bedeutet das: Sie sind nicht versichert für Schäden, die Sie an der gemieteten Schaluppe verursachen.

Mietvertrag.
Das Gesetz sieht vor, dass eine Partei, die einer Verpflichtung aus dem Mietvertrag nicht nachkommt, verpflichtet ist, der anderen Partei den dadurch entstandenen Schaden zu ersetzen. Es sei denn, das Scheitern kann ihm nicht angelastet werden.

Zurechenbarer Schaden.
Speziell für den Mietvertrag wurde das Gesetz aufgenommen, dass alle zurechenbaren Schäden (Schäden, die durch Ihr Verschulden verursacht wurden) am Mietobjekt zu Lasten des Mieters gehen.

Hiswa und NJI Bedingungen.
Die Versicherungsbedingungen der beiden großen Berufsverbände (HISWA und Nederlandse Jachtbouw Industrie – NJI) enthalten vergleichbare Bestimmungen über die Haftung des Pächters. Kurz gesagt laufen diese darauf hinaus, dass der Leasingnehmer (in der Regel bis zu einem bestimmten Höchstbetrag + Selbstbeteiligung) für den Schaden am Schiff haftet, es sei denn, Sie als Leasingnehmer können nachweisen, dass Sie den Schaden nicht verursacht haben. Diese Bedingungen enthalten auch eine zusätzliche Klausel, die die Haftung auf den Umfang beschränkt, der von der Versicherung abgedeckt wird, die der Vermieter abgeschlossen haben soll.

Der Skipper haftet.
Ein Charterunternehmen, das seine Angelegenheiten in Ordnung hält, wird seine Boote „rundum“ versichert haben. Ein solches Unternehmen muss dies tun, da das Kollisionsrecht vorsieht, dass der Eigentümer eines Bootes für Schäden haftet, die durch das Boot verursacht werden. Wir nennen dies ‚Fehler des Schiffes‘. Selbst wenn also nicht der Eigentümer, sondern Sie als Mieter das Ruder in die Hand nehmen, wird der Vermieter/Eigentümer des Bootes haftbar gemacht. Im Falle eines Zusammenstoßes muss der Geschädigte daher den Autovermieter haftbar machen. In einer solchen Situation ist der Schaden am anderen Schiff gedeckt.

Auf eigenes Risiko des Vermieters.
Bedeutet das, dass Sie als Mieter tun und lassen können, was Sie wollen und keinerlei Risiko haben? Nicht ganz, denn die Selbstbeteiligung des Vermieters wird an Sie weitergegeben, und Sie sind nicht dagegen versichert.

Die Haftung des Mieters.
Wichtiger ist jedoch das Risiko, das Sie eingehen, wenn Sie auf einen Vermieter treffen, der die oben genannten HISWA/NJI-Bedingungen nicht anwendet. In diesem Fall wäre beispielsweise in den Bedingungen keine Haftungsbeschränkung für den Leasingnehmer vorgesehen. |

Der Vermieter ist nicht versichert.
Noch schlimmer ist es, wenn der Vermieter für solche Schäden gar nicht versichert ist. Im ersten Fall besteht die Möglichkeit, dass der Versicherer des Vermieters, nachdem er die (geschädigte) Partei bezahlt hat, „Regress nimmt“. Das bedeutet, dass der Versicherer den Schaden vom Mieter zurückfordern wird. Ist der Vermieter nicht versichert, haftet er in erster Instanz als Eigentümer des Schiffes.

Haftet der Skipper?
Es hängt natürlich von den Umständen ab, ob Sie als Skipper gegenüber dem Vermieter für Schäden, die Sie der anderen Partei zufügen, haftbar gemacht werden können.

Mietbedingungen größeres Schiff.
Wir haben bereits festgestellt, dass Ihr AVP nur begrenzte Hilfe bietet, und zwar nur bei bestimmten Sportbooten. Wenn Sie also ein schwereres/größeres Boot mieten, ist es wichtig, die Mietbedingungen genau zu prüfen, um zu sehen, wie die Haftpflichtversicherung und -begrenzung vom Vermieter geregelt ist.

Kinder am Ruder.
Nichts macht einem Kind mehr Spaß, als am Steuer eines coolen Schiffes zu stehen. Beachten Sie jedoch, dass Kinder bis 16 Jahre in der Regel über die Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert sind, während 16- und 17-Jährige selbst haften und nicht ihre Eltern. Prüfen Sie daher immer, ob die AGB dies vorsehen.

Wer ist der Skipper?
Beachten Sie, dass in den meisten Fällen die Person, auf deren Namen der Mietvertrag abgeschlossen wird, auch als Schiffsführer gilt. Dies bringt eine besondere Verantwortung mit sich.

Shortlist Bootsverleih:

Wasserdichte Versicherung: Vergewissern Sie sich immer, dass der Vermieter eine wasserdichte Versicherung abgeschlossen hat und dass die Bedingungen eine Haftungsbeschränkung vorsehen.
Überschüsse abkaufen: Manchmal kann man den Überschuss abkaufen. Es ist ratsam, dies in jedem Fall herauszufinden und zu berücksichtigen.
Informieren Sie den Vermieter über etwaige Schäden: Informieren Sie den Vermieter immer über etwaige Schäden und übernehmen Sie keine Haftung im Voraus. Damit benachteiligen Sie den Vermieter und laufen Gefahr, dass seine Versicherung nicht zahlt und der Vermieter wieder vor Ihrer Tür steht.
Prüfen Sie Ihren AVP: Prüfen Sie, wie Ihr eigener AVP mit der Deckung im Schadensfall umgeht, wenn Sie ein Boot mieten. Im Zweifelsfall sollten Sie wie bei Ihrer normalen Reise- und Unfallversicherung vorgehen und für den betreffenden Zeitraum eine zusätzliche Versicherung abschließen.

Wie so oft gilt: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“

Der Online-Artikel ist zu finden unter: https://vakantiesophetwater.nl/verhalen/boot-huren-regels-en-tips

Teilen

Frits Hommersom met groene bril

"Sie haben das Recht auf einen Anwalt, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen!

Cookies werden verwendet, um die Benutzerfreundlichkeit der Website zu optimieren. Mit dem Besuch dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutz- und Cookie-Erklärung einverstanden.