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Wenn der Jachtservice Müll liefert

Die bestellten Arbeiten am Schiff werden nicht korrekt ausgeführt, aber der Auftragnehmer findet immer neue Ausreden, warum er keine Verbesserungen vornehmen kann? Dann müssen Sie einen kühlen Kopf bewahren. Vor allem, wenn Unterauftragnehmer beteiligt waren.

Wer ist der Vertragspartner für die Reparatur des Schiffes?
Herr Smits segelt seinen Mast ab. Eine Takelagefirma macht ein Angebot für einen neuen Mast usw., das auch Polyesterarbeiten beinhaltet. Die Takelagefirma beauftragt dafür eine externe Partei. Die Takelagefirma stellt Herrn Smits die gesamte Arbeit in Rechnung. Nach dem ersten Segeltörn zeigen sich Risse im Deck rund um den Aufenthalt des Babys. Nach einer Beschwerde bei der Takelagefirma werden die Reparaturen durchgeführt. Bei der Überwinterung stellt sich heraus, dass über die Babyklappe ein Leck entstanden ist. Die Manipulationsfirma verweist den Beschwerdeführer an den Polyester-Mitarbeiter, der nicht erreichbar ist und weder ans Telefon geht noch eine E-Mail schickt. Die Takelagefirma will dem von ihr beauftragten Polyesterhandwerker Zeit zum Reagieren geben, aber das Deck verfärbt sich zunehmend und wird durch das eindringende Wasser beschädigt.

Was ist zu tun, wenn der Jachtservice schlecht abschneidet?
Wichtig ist in diesem Fall, dass Herr Smits eine Vereinbarung mit der Takelagefirma getroffen hat, mit der vereinbart wurde, alle notwendigen Arbeiten bzw. die Reparatur des entstandenen Schadens durchzuführen.

Die Takelage-Werft kennt sich mit der Takelage aus, aber (was nicht ungewöhnlich ist) sie beauftragt einen Dritten mit den Polyesterarbeiten. Der Dritte führt dann die Arbeiten aus und stellt sie der Takelagefirma in Rechnung, die wiederum Herrn Smits die Arbeiten in Rechnung stellt.

Wie bei der Renovierung eines Hauses, bei der verschiedene technische Disziplinen unter der Verantwortung des (Haupt-)Unternehmers für die verschiedenen Teile zuständig sind, gibt es einen so genannten Hauptauftragnehmer (die Takelage) und einen Unterauftragnehmer (den Polyesterarbeiter).

Die Takelagefirma bedient sich also bei der Ausführung des Auftrags von Herrn Smits eines Dritten und stellt alle in diesem Zusammenhang ausgeführten Arbeiten Herrn Smits selbst in Rechnung. Das bedeutet, dass die Takelagefirma als Vertragspartner von Herrn Smits angesehen wird und daher auch in erster Linie für die ordnungsgemäße Ausführung des Auftrags verantwortlich ist. Wenn der Polyesterarbeiter also einen Fehler macht, geht dies zu Lasten und auf Risiko der Takelagefirma. Das ist ärgerlich für den Letzteren, aber er muss die Lösung liefern!

Legen Sie die richtigen Bedingungen fest!
Herr Smits kann sich darauf beschränken, die Takelagefirma haftbar zu machen bzw. Reparaturen zu verlangen, und wenn die Forderung berechtigt ist, kann die Takelagefirma ihrerseits vom Polyesterarbeiter Regress nehmen.

Herr Smits braucht also nicht darauf zu warten, dass der Polyesterhandwerker loslegt, sondern es handelt sich um so genannte notwendige Schadensbegrenzungsmaßnahmen, denn wenn nichts getan wird, wird der Schaden nur noch größer.

Herr Smits muss sich also mit der Takelagefirma in Verbindung setzen und die Erfüllung des Vertrages oder zumindest die Behebung des Schadens verlangen, wozu er eine sogenannte Frist setzen muss. Das bedeutet, dass Herr Smits, wenn die Takelagefirma nicht innerhalb dieser Frist die Gelegenheit ergreift, den Mangel (auf seine Kosten) zu beheben, grundsätzlich einen Dritten mit der Durchführung der Arbeiten beauftragen und die Kosten dafür von der Takelagefirma zurückfordern kann. Ein weiteres Argument in diesem Zusammenhang ist, dass der Schaden bei Stillstand größer wäre als bei einer Reparatur, so dass es sich um sogenannte notwendige Schadensbegrenzungsmaßnahmen handelt. Ein angemessener Zeitraum ist in diesem Zusammenhang etwa zwei Wochen, natürlich abhängig vom Arbeitsaufwand.

Aktenbildung ist wichtig!
Passen Sie auf sich auf! Wenn Sie später vor Gericht ziehen müssen, weil die Montagefirma bestreitet, dass ein Fehler vorliegt (weil der Polyesterarbeiter dies behauptet), müssen Sie sicherstellen, dass der Nachweis des Schadens und der Nachweis des Fehlers gut dokumentiert sind, denn wenn Sie den Schaden reparieren lassen und der Richter meint, dass ein Sachverständiger untersuchen sollte, ob ein Fehler vorliegt oder nicht, kann der Sachverständige dies nicht untersuchen und Sie laufen Gefahr, dass Ihre Klage abgewiesen wird.

Gerichtsverfahren sind teuer, und in den Niederlanden ist es nicht so, dass Herr Smits, wenn er gewinnt, auch die Kosten für seinen Anwalt vollständig erstattet bekommt. In den Niederlanden gibt es ein so genanntes festes System der Entschädigung für Prozesskosten, das auf einer festen Staffelung beruht und die tatsächlichen Kosten des Rechtsbeistands selten oder nie deckt.

Es ist daher immer ratsam, eine außergerichtliche Lösung anzustreben, nach dem Motto: Eine sichere außergerichtliche Lösung ist einer unsicheren gerichtlichen Lösung immer vorzuziehen.

Tipp: Wenn ein Unternehmen der Hiswa angeschlossen ist, können Sie sich auch an das Streitbeilegungsverfahren der Hiswa wenden. Dieses Urteil ist für Hiswa-Unternehmen verbindlich und Sie ersparen sich ein kostspieliges Gerichtsverfahren.

Eine weitere außergerichtliche Lösung kann darin bestehen, dass die Parteien gemeinsam einen Sachverständigen benennen, dessen Gutachten für beide Parteien verbindlich ist. Dies erspart auch Gerichtsverfahren.

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Frits Hommersom met groene bril

"Sie haben das Recht auf einen Anwalt, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen!

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