KNMC watersport magazine

Die fehlerhafte Reparatur

Rob de Groot ist Eigentümer einer Polyester-Motoryacht mit einem Volvo-Dieselmotor von 1989. Die Yacht muss einer Generalüberholung unterzogen werden, und es sind eine Reihe von Reparaturen und Arbeiten erforderlich. De Groot wendet sich an eine Jachtwerft, die auf die Wartung und Reparatur von Schiffsmotoren spezialisiert ist. Neben einer Motorüberholung hat De Groot eine Antifouling-Beschichtung des Unterwasserschiffs, die Abdichtung der Decksnähte, den Einbau einer Luke und die Überholung oder den Wiedereinbau des Bugstrahlruders beantragt. Nach der Reparatur klappert das Getriebe beim Auslaufen heftig, und Rob de Groot traut sich nicht, über Port Zélande hinauszufahren. Er traut der Situation nicht und lädt einen Experten ein. Die Schlussfolgerungen der Experten sind schockierend: Der Rückwärtsgang wurde nicht geölt und das Öl wurde nie gewechselt.

Außerdem war das Antifouling unsachgemäß aufgetragen worden und die Schwinger waren mitgestrichen worden. Die Schallwandler wurden dann mit einem Stück Schleifpapier gereinigt und funktionieren nicht mehr. Auch das Deck wurde von der Werft sehr schlecht behandelt, an manchen Stellen wurde nur ein Anstrich aufgetragen. Infolgedessen ist Salzwasser zwischen die Nähte und Wasser zwischen Deck und Decke eingedrungen. Die beantragte Klappe ist nicht ordnungsgemäß angebracht. Die üblichen Schrauben sind viel zu klein, so dass Wasser eingedrungen ist und auch zwischen Deck und Decke gelangt ist. Außerdem befindet sich das Bugstrahlruder an der falschen Stelle, und schließlich scheint die elektrische Installation unzureichend zu sein.

Die von der Werft vorgelegte Rechnung ist nicht billig. Rob de Groot antwortete der Werft, dass er die Rechnung nicht bezahlen werde, das Vertrauen verloren habe und die Reparaturen von einer dritten Partei durchführen lassen werde. Die Arbeit wurde nicht nur nicht ordnungsgemäß ausgeführt, sondern es wurden auch zu viele Stunden berechnet, so De Groot. De Groot behauptet auch, dass er einen Schaden erlitten hat, weil er nun einen Teil der Arbeiten selbst ausführen musste. Seine Gegenforderung ist fast so hoch wie die Rechnung der Werft.

Damit steht De Groot vor Herrn Hommersom. Er legt erneut die Einwände von De Groot gegen die Rechnung und die von der Werft ausgeführten Arbeiten dar. Die Zeit wird knapp, denn er will das Schiff verkaufen. Ein Schiff mit so vielen Mängeln wird natürlich nur einen Bruchteil des Preises eines Schiffes in gutem Zustand erzielen, aber wenn De Groot die Reparaturen jetzt durchführen lassen würde, hätte er keinen Beweis mehr.

Da sich die Parteien nicht einig sind, wird ein Sachverständiger ernannt, der für beide Parteien akzeptabel ist und ein verbindliches Gutachten abgibt. Doch plötzlich beschlagnahmt die Werft das Schiff, und bevor der Gutachter seinen Bericht erstellen kann, wird De Groot aufgefordert, die ausstehende Rechnung zu bezahlen. Im Gerichtsverfahren stellt sich dann aber heraus, dass der Werft tatsächlich eine Vielzahl von Fehlern unterlaufen ist und fast die Hälfte der Rechnung abgezogen werden muss, wie aus den Schlussfolgerungen des verbindlichen Beraters hervorgeht.

Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen des Gesetzes erfüllt sind und dass die Werft an das Ergebnis des verbindlichen Gutachtens voll gebunden ist. Nach Erhalt des Berichts hatte die Werft behauptet, dass sie (noch) nicht an den Bericht gebunden sei, da er nicht nach den Regeln der Kunst erstellt worden sei. Das bedeutet, dass die Rechnung halbiert werden kann, da die Werft fehlerhafte Arbeit abgeliefert hat, und die Kosten für die Beschlagnahme und die Vorladung zu Lasten der Werft gehen.

Tipp: Wenn Sie sich mit einer Werkstatt über die Qualität der ausgeführten Arbeiten streiten, sollten Sie einen (möglichst von beiden Parteien benannten) Sachverständigen mit der Bewertung der ausgeführten Arbeiten beauftragen. So verhindern Sie, dass Sie später nicht beweisen können, dass die Werkstatt die Arbeit nicht korrekt ausgeführt hat. Denken Sie daran, dass Sie, sofern keine zwingenden Argumente vorliegen, der Werkstatt immer die Möglichkeit geben sollten, ihre Fehler zu beheben, bevor Sie dies anderen überlassen (Inverzugsetzung). Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass Sie die Kosten selbst tragen müssen.

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Frits Hommersom met groene bril

"Sie haben das Recht auf einen Anwalt, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen!

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