KNMC watersport magazine

Innenverkleidungen

Ein Kostenvoranschlag ist eine Sache, und der Betrag auf der Rechnung ist manchmal eine ganz andere, wie Harry van Schijndel feststellen musste, nachdem er seine Kabine neu gepolstert hatte. Van Schijndel stellte fest, dass das Innere seines Bootes langsam etwas unansehnlich wurde, und wandte sich an eine Yachtschreinerei mit der Bitte, ein Angebot für die Neuverkleidung der Kajüte zu machen. Das Unternehmen schickte Van Schijndel einen Kostenvoranschlag mit der Bitte, diesen unterschrieben zurückzusenden. Die Yachtgesellschaft würde die Kabine mit Teakholz verkleiden: Wände, Schränke, ein Bett mit Luken und Türen, die Decke und massive Leisten. Der Kostenvoranschlag enthielt keinen konkreten Betrag, sondern die Angabe, dass ein Stundensatz von 37,50 € berechnet und die Arbeiten unter Aufsicht durchgeführt würden. Die Tischlerfirma hatte mündlich angegeben, dass die Arbeiten etwa 5.000 € an Arbeitskosten und etwa 750 € an Materialkosten kosten würden. De Wit rechnete vor, dass die Arbeiten etwa 6.000,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer kosten würden.

Harry van Schijndel war schockiert, als er die Rechnung erhielt: über € 9.000,00 (ohne Mehrwertsteuer)! Dies entsprach nicht dem, was er aufgrund der ihm gegebenen Informationen erwartet hatte, und er weigerte sich, die Rechnung zu bezahlen. Nach Angaben der Werft hatte van Schijndel zusätzliche Arbeiten in Auftrag gegeben, die das Budget überstiegen hätten. Van Schijndel konnte den Bemerkungen zu den zusätzlichen Arbeiten noch zustimmen, war aber der Meinung, dass diese nicht mehr als 1.000,00 € zusätzlich betragen sollten, so dass sich der Gesamtbetrag auf ca. 7.000,00 € (zzgl. MwSt.) belaufen sollte.

Die Parteien konnten keine Einigung erzielen, und Herr Frits wurde um Rat gefragt. Diese Vereinbarung kann als Werkvertrag bezeichnet werden. Nach Artikel 7:750 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs bedeutet dies: „Der Vertrag, durch den sich eine Partei, der Auftragnehmer, gegenüber der anderen Partei, dem Auftraggeber, verpflichtet, außerhalb seines Arbeitsverhältnisses eine Arbeit materieller Art gegen einen vom Auftraggeber zu zahlenden Geldbetrag auszuführen und abzuliefern“.

Artikel 7:752 (1) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches bestimmt: Wenn der Preis bei Vertragsabschluss nicht festgelegt wurde oder wenn nur eine Preisempfehlung festgelegt wurde, schuldet der Auftraggeber einen angemessenen Preis.
In Artikel 7:752 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs heißt es in Absatz 2: „Wenn ein Richtpreis festgelegt wurde, darf dieser Richtpreis nicht um mehr als 10 % überschritten werden, es sei denn, der Auftragnehmer hat den Auftraggeber so schnell wie möglich auf die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Preiserhöhung hingewiesen, um ihm die Möglichkeit zu geben, die Arbeiten noch zu begrenzen oder zu vereinfachen“.
In Absatz 3 heißt es weiter, dass Absatz 2 auch für die Vergabe von Bauleistungen gilt, bei denen der Preis von der geschätzten Zeit für die Ausführung der Arbeiten im Vertrag abhängig gemacht wird.

Der Vertrag enthielt keine Preisangabe, und die Zusage der Werft war mündlich und strittig, so dass sich die Diskussion darauf konzentrierte, was in diesem Fall ein angemessener Preis wäre. Aus den Stundenangaben ging hervor, dass die Werft sehr viele Stunden gearbeitet hatte. Ein Gerichtsverfahren wäre für Van Schijndel jedoch sehr teuer. Das Gericht würde kein Urteil ohne ein Sachverständigengutachten fällen wollen. Daher wurde der Werft der Vorschlag unterbreitet, einen Sachverständigen zu benennen, der als verbindlicher Berater die Positionen beider Parteien bewerten sollte. Der Sachverständige untersuchte den Fall und kam zu dem Schluss, dass die Werft tatsächlich zu viele Stunden berechnet hatte. Die Rechnung wurde als unangemessen erachtet und musste um 25 % gekürzt werden. Auf diese Weise wurde ein materielles Urteil gefällt, ohne dass Van Schijndel mit enormen Kosten und langwierigen Gerichtsverfahren konfrontiert wurde. Angesichts der relativ geringen Bedeutung war dies eine Lösung, mit der er leben konnte.

Tipp: Achten Sie beim Abschluss einer Vereinbarung darauf, dass ein schriftliches Budget mit einer klaren Beschreibung und nach Möglichkeit auch einem konkreten Betrag erstellt wird. Vereinbaren Sie, dass zusätzliche Arbeiten erst von Ihnen schriftlich genehmigt werden müssen, und halten Sie die finanziellen Folgen fest. Regie: Dieser Begriff bedeutet, dass der Auftragnehmer die Freiheit hat, die Art und Weise der Ausführung der Arbeiten zu bestimmen, insbesondere in Bezug auf die aufzuwendende Zeit, und dass daher in der Regel keine Höchststundenzahl vereinbart wird. Andererseits gibt es einen festen Vertragspreis für die Arbeiten, der nur für Mehr- oder Minderleistungen abgerechnet wird. Durch eine solche endgültige Vereinbarung hat der Kunde einen viel besseren Überblick über das Budget und die Kosten, so dass spätere Enttäuschungen vermieden werden können.

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Frits Hommersom met groene bril

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