Deining

Bürgschaft bis zum Ende der Anlegestelle

Ron Abrahams hatte eine Motoryacht. Als die Dieselmotoren ersetzt werden mussten, ließ er neue Motoren einbauen. Schon zu Beginn der Installation ging einiges schief. Er hörte ein beunruhigendes Rattern, ein tickendes Geräusch und sah starken Rauch. Abrahams setzte sich sofort mit der Werft in Verbindung, die ihrerseits den Lieferanten kontaktierte. Dieser lehnte es ab, die Beschwerde zu bearbeiten.

Daraufhin gingen Abrahams und die Werft der Sache selbst nach. Es wurden Messungen an der Propellerwelle und den Drucklagern vorgenommen. Es wurden schwerere Dämpferplatten montiert und eine Schwungradverstärkung angebracht. Das alles half ein wenig, aber bei niedrigen Geschwindigkeiten blieben die Vibrationen bestehen. Abrahams hatte große Probleme auf Strecken, auf denen er nicht schnell fahren konnte oder wollte. Bei höheren Drehzahlen war ein periodisches Ticken zu hören, und die Rauchentwicklung und der Ölfilm waren nun Standard. Nach einem Jahr ließ Abrahams trotzdem eine Drehschwingungsberechnung anfertigen. Aus dem Bericht ging hervor, dass der Fehler nicht, wie vom Lieferanten behauptet, in der von der Werft eingebauten Propellerwelle lag. Während der Zulieferer darauf bestand, dass die Drehzahl erhöht werden müsse, zeigte ein neuer Bericht, dass die Qualität beider Motoren äußerst unzureichend war. Abrahams hatte die Nase voll, vor allem als der Lieferant, nachdem er förmlich haftbar gemacht worden war, ihm mitteilte, dass seit dem Kauf fast zwei Jahre vergangen waren und die Motoren nur für ein Jahr garantiert waren. Zu allem Überfluss behauptete der Lieferant, dass Ron Abrahams selbst mit Experimenten begonnen habe, so dass sich der Lieferumfang geändert habe und der Lieferant nicht mehr verpflichtet sei, seine Verpflichtungen zu erfüllen.

Das Gericht war eindeutig. Abrahams hatte rechtzeitig eine Beschwerde bei dem Lieferanten eingereicht. Die Tatsache, dass es so lange gedauert hatte, eine Lösung zu finden, dass die Garantiezeit inzwischen abgelaufen war, spielte für das Gericht keine Rolle. Der Lieferant musste neue Motoren liefern.

In Übereinstimmung mit der Vereinbarung.
Eine Garantiezeit als solche ist für den Anspruch auf Entschädigung nicht entscheidend. Wichtig ist, dass der Gegenstand die Erwartungen erfüllt, die Sie an ihn stellen, und dass er Eigenschaften hat, die Sie nicht in Frage stellen müssen. Wenn Sie ein Boot im Wert von mehreren Tausend Euro kaufen und der Motor nach kurzer Zeit ohne ersichtlichen Grund ausfällt, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Gericht entscheiden wird, dass der Verkäufer nicht vertragsgemäß geliefert hat.

Sie können auf Vertragserfüllung, Reparatur des Motors auf Kosten des Verkäufers oder vielleicht sogar auf Ersatz bestehen. Die Haftung nach Ablauf der Garantiezeit ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Ausschlaggebend ist die so genannte angemessene wirtschaftliche Nutzungsdauer, wobei Sie dem Verkäufer den Mangel innerhalb einer „angemessenen Zeit“ anzeigen müssen. In der Praxis sind dies etwa zwei Monate. Außerdem ist es wichtig, dass Sie den Verkäufer grundsätzlich innerhalb von zwei Jahren nach der Entdeckung des Mangels in Anspruch nehmen.

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Frits Hommersom met groene bril

"Sie haben das Recht auf einen Anwalt, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen!

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