Boten te koop

Was kann ein Abschleppen kosten?

Es kann jedem passieren: Das Boot ist auf Grund gelaufen und muss abgeschleppt werden. Die Umstände, unter denen dies geschieht, bestimmen den Preis, den das Bergungsunternehmen berechnet. Und auch hier gilt: Vorsicht ist geboten.

Was tun Sie, wenn Sie „unterwegs eine Panne haben“? Dass Hilfe auf dem Wasser ein teurer Spaß sein kann, hat Herr Gunnarson auf hoher See im Wattenmeer erfahren. Der Däne wollte mit seiner neu erworbenen Dufour, einem gebrauchten 30-Fuß-Schiff, selbst nach Dänemark segeln. Am Ende des Nachmittags lief er in Sichtweite eines der Wattenmeerhäfen auf Grund. Gunnarson wollte vor Einbruch der Dunkelheit im Hafen sein. Er fragte über den UKW-Funk, ob jemand in der Nähe sei, der ihn abschleppen könne. Prompt raste ein farbenfrohes Motorboot auf ihn zu, das von „amtlich aussehenden“ Herren bemannt war, und er wurde wieder flott gemacht. Die Kosten wurden nicht erwähnt. Bei der Ankunft im Hafen musste Herr Gunnarson eine „allgemeine Schlepp- und Bergungsvereinbarung“ unterzeichnen, wobei jedoch keine Kosten genannt wurden. Er war daher „not amused“, als er eine Rechnung über sechstausend Euro erhielt. Das Bergungsunternehmen behauptete, es habe eine „Gefahr“ bestanden, und deshalb habe es Anspruch auf die so genannten „Beistandsgebühren“. Um die finanziellen Risiken zu verstehen, die mit der Annahme von Hilfe durch professionelle Bergungsunternehmen verbunden sind, werden im Folgenden beide Konzepte erläutert.

Besteht die Gefahr, dass das Schiff oder die Sicherheit der an Bord befindlichen Personen beschädigt wird, hat derjenige, der Hilfe leistet, Anspruch auf eine Beistandsgebühr. Wenn keine Einigung über den Betrag erzielt wird, muss ein angemessener Betrag festgelegt werden. Gesetz und Rechtsprechung haben dafür zehn Kriterien entwickelt: 1) der Wert des Schiffes; 2) das fachliche Können und der Aufwand des Bergers in Bezug auf die Umwelt (dies betrifft auch die Berufsschifffahrt); 3) das Ergebnis der Hilfeleistung; 4) die Art und Schwere der Gefahr; 5) das fachliche Können des Bergers in Bezug auf das Schiff, die Besatzung und die beförderten Güter; 6) die vom Retter aufgewendete Zeit, die entstandenen Kosten und die erlittenen Verluste; 7) das vom Retter eingegangene Haftungsrisiko; 8) die Schnelligkeit des Dienstes; 9) die Verfügbarkeit und die Verwendung der für den Zweck der Hilfeleistung zur Verfügung gestellten Ausrüstung; 10) den Zustand der Bereitschaft, die Effizienz und den Wert der Ausrüstung.

Unverhältnismäßig.
Das Bergungsunternehmen behauptet, das Schiff sei in Gefahr gewesen und der dänische Eigner habe einen Notruf abgesetzt, was es bestreitet. Gunnarson war jedoch nicht unvernünftig und hatte dem Bergungsunternehmen 1.500 € im Voraus gezahlt. Das schien ihm eine ausreichende Entschädigung für eine Viertelstunde Schleppen zu sein, wo es eigentlich gereicht hätte, das Schiff loszuziehen. Außerdem fand er die sechstausend Euro völlig unverhältnismäßig im Vergleich zum Wert seines Schiffes, nämlich 33.000 Euro. Er bekräftigte auch, dass keine Gefahr bestanden habe: „Die Flut stieg, das Wetter war gut und er war in Sichtweite des Hafens“. Das Bergungsunternehmen argumentierte, dass es zwei Schiffe eingesetzt hatte und dass die von ihm verwendete Ausrüstung einen solchen Anspruch rechtfertigte. Gunnarson entgegnete, dass das Bergungsunternehmen die Situation genau kannte, da es das Schiff in Sichtweite hatte, und dass das Auslaufen mit „voller Ausrüstung“ wirklich auf eigenes Risiko erfolgte.

Das Bezirksgericht musste eingreifen und entschied, dass die von Gunnarson gezahlten 1.500,00 € ein angemessener Betrag seien, da keine Gefahr vorgelegen habe.

Tipp: Bergungsunternehmen arbeiten nicht umsonst. Das ist ihre Aufgabe. Oft wird das Thema Kosten schnell mit der Aussage abgetan, wenn man versichert ist, werden die Kosten erstattet. Das hängt jedoch vom Versicherer ab und/oder die Versicherungsbedingungen decken auch Bergungskosten ab. Überprüfen Sie das? Wenn es sich nicht um ein Unwetter, sondern eher um einen „Pannendienst“ handelt, treffen Sie im Voraus klare Vereinbarungen über die Kosten, damit Sie keine bösen Überraschungen erleben.

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